Baumaschinenvermieter · 2 Länder · 200+ Mitarbeiter

Vollständige Ablösung eines Außendienst-Systems — mit Mobile App, ohne App-Stores

Ein alterndes Cloud-System mit separater nativer Android-App, ersetzt durch ein einziges modernes .NET-System mit einer Außendienst-PWA — Push-Benachrichtigungen, Offline-Modus und Kamera inklusive. Die Kernentwicklung dauerte 12 Arbeitstage.

  • 12 Arbeitstage Kernentwicklung
  • 38.000+ migrierte Geräte
  • Push und offline auf iPhone und Android
  • 1 System statt 3

Der Kunde

Ein Vermieter von Baumaschinen und Geräten mit Standorten in zwei Ländern und über 200 Mitarbeitern — Disponenten in den Büros, Fahrer und Mechaniker im Außendienst.

Die Herausforderung

Das Tagesgeschäft lief über drei getrennte Systeme: eine Webanwendung für die Disponenten, eine separate native Android-App für die Außendienstmitarbeiter und eine Cloud-Datenbank mit stetig wachsenden Monatsgebühren. Die App konnte sich nicht weiterentwickeln — jede Änderung erforderte einen Mobile-Spezialisten, die Veröffentlichung über Google Play und Tage des Wartens. iPhones wurden überhaupt nicht unterstützt.

Das Unternehmen wollte ein System, das es selbst kostengünstig pflegen kann — ohne während des Übergangs den täglichen Betrieb Dutzender Standorte zu gefährden.

Der Ansatz

Zuerst den riskanten Teil beweisen. Das häufigste Argument gegen webbasierte Mobile Apps lautet: „Push-Benachrichtigungen funktionieren nicht auf dem iPhone.“ Also begannen wir mit einem Prototyp, der das Gegenteil bewies — auf echten Geräten, bevor eine einzige Zeile des eigentlichen Systems geschrieben war.

Dann das alte System Bildschirm für Bildschirm beschreiben. Wir erstellten eine vollständige Spezifikation der bestehenden App — jeder Bildschirm, jeder Status, jedes Verhalten — und machten daraus eine Checkliste. Die Regel war einfach: Das erste Release muss für seine Nutzer nicht vom Alten zu unterscheiden sein. Keine „Verbesserungen“, die Menschen verwirren, die an die alten Abläufe gewöhnt sind. Neue Funktionen wurden eingebaut, aber verborgen — um sie nach dem Übergang freizuschalten.

Dann das Neue als ein Ganzes bauen. Ein einziges .NET-System, das sowohl die Disposition als auch die Mobile App bedient. Die mobile Seite ist eine PWA — aus dem Browser installiert wie eine normale App, aber ohne App-Stores, ohne Veröffentlichungsgebühren und ohne Wartezeit: Jede neue Version erreicht sofort alle Telefone.

Die PWA kann alles, was die native App konnte — und mehr:

  • Push-Benachrichtigungen bei neuen Aufgaben, verifiziert auf echten iPhone- und Android-Geräten;
  • Offline-Modus — Aufgaben lassen sich ohne Empfang ansehen und abschließen (im Außendienst alltäglich), und Aktionen synchronisieren sich automatisch, sobald die Verbindung zurückkehrt;
  • Kamera und GPS — Fotos werden direkt aus der App an Berichte angehängt, Koordinaten bei jeder Statusänderung erfasst;
  • der vollständige Katalog von 38.000+ Geräten, durchsuchbar auch ohne Internet.

Das Ergebnis

  • Die Kernentwicklung dauerte 12 Arbeitstage — eine vollständige Ablösung des Dispositionssystems, der Mobile App und die Datenmigration.
  • 38.000+ Geräte, 200+ Nutzer und das gesamte Archiv (knapp 20.000 Aufgabenfotos) migriert, mit automatischer Mengenvalidierung gegen die alte Datenbank.
  • Ein System statt drei — ein Server, eine Datenbank, eine Codebasis. Die Wartung erfordert keinen Mobile-Spezialisten mehr.
  • Erstmals iPhone-Unterstützung — ohne eine separate App zu schreiben.
  • Ein fertiges Fundament für das, was kommt: Ein Assistent, der Fragen aus den OEM-Handbüchern der Maschinen beantwortet, ist bereits eingebaut.

Die entscheidende Weichenstellung war nicht technischer, sondern prozeduraler Natur: Das erste Release bildet das alte System eins zu eins ab, damit der Übergang kein Risiko trägt — und die neuen Fähigkeiten werden erst danach freigeschaltet.

Technologie

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